Schwedische Beerenvielfalt

Rezepte:
Preiselbeersauce
Köttbullar
Moltebeerenparfait
Heidelbeerkuchen
Waldbeerenlikör
Millefeuille mit Walderdbeeren
Sanddornschnaps
Sanddornkonfitüre
Sanddorngelee
Waldhimbeer-Mousse
Brombeer-Zimt-Parfait








      







Die Vielfalt der Schwedische Beeren

Die traditionellen Beeren erleben, auch als Gegenreaktion auf die Internationalisierung, seit einigen Jahren in Schweden eine Renaissance. Ein vertrauter Teller wilder Blaubeeren



mit Milch und Zucker ist ein dringend benötigtes Gegengift nach Jahrzehnten massiver Überdosierung von Kiwi, Mangomousse und Passionsfruchttorte.

Gleichzeitig lockt das Wilde und Exotische der Beeren. Nachdem sie zweimal die Erde umrundet, heftig mit allen Aromen der Welt geflirtet und gedankenlos Wasabi und Süsskartoffeln misshandelt haben, suchen jetzt immer mehr schwedische Köche nach ihren Wurzeln. Wer dort sucht, wo er steht, findet die herrlichen schwedischen Beeren an niedrigen, anspruchslosen Sträuchern.

In den schwedischen Spitzenrestaurants wimmelt es im Moment nur so von traditionellen Beeren. Sowohl auf dem Teller als auch im Glas in Form neuer spannender Beerenweine und -liköre.



Schwedische Köche haben in Kochwettbewerben weltweit Siege eingefahren —  und sogar die Franzosen auf eigenem Platz im internationalen Wettbewerb um den Bocuse d`Or geschlagen. Dabei wurden häufig Wild und Beeren aus der schwedischen Wildmark als Geheimwaffen eingesetzt.

Im Unterschied zu vielen anderen Ländern, in denen das Äussere der Früchte zählt und perfekte Farbe und Form den Preis bestimmen, misstrauen die Schweden was Beeren betrifft einem makellosen Äusseren. Aufgeblasenen, gleich grossen Beeren werden kleine, aromatische und bucklige Beeren vorgezogen, deren Schönheit von innen kommt. Je weiter nördlich man reist, desto intensiver wird der Geschmack. Denn durch die magische Kombination von kühlem Klima und Mitternachtssonne konzentrieren sich die Aromen in den Beeren.

Waldschätze für alle

Die Liebe der Schweden zu ihren Wildbeeren kann man in gewisser Weise als gesetzlich verankert bezeichnen. Sie gehört wesentlich zum  Allemansrätt (Recht auf Gemeingebrauch), das den Schweden Zugang zur Natur auf eine Weise gewährt, wie es sie nur in Skandinavien gibt. Wildbeeren, Pilze und Blumen sind Eigentum aller, so lange sie mit Rücksicht auf die Natur geerntet und gepflückt werden. Beerenpflücken in geringem Umfang ist ausserdem steuerfrei. Ein Wort, das für viele das schönste der schwedischen Sprache ist. Einer alten Tradition zufolge haben nämlich alle das Recht, Beeren und Zapfen für bis zu 5 000 SEK zu verkaufen, ohne dass sich das Finanzamt einmischt.

Die grosszügige Gesetzgebung, die auch für Touristen gilt, schafft sowohl Möglichkeiten als auch Probleme. Tausende von Beerenpflückern aus den Ländern um die Ostsee reisen alljährlich in die schwedischen Beerengegenden, um sich sozusagen zu einem besseren Leben zu pflücken. Ohne diese Arbeitskräfte könnte der Heisshunger der Schweden auf Beeren nicht gestillt werden.

Eigentlich dürfte das Gold der Wälder für alle reichen. Schätzungen zufolge gibt es z.B. 250 Millionen Kilo Blaubeeren in der schwedischen Natur, davon werden weniger als 10% gepflückt. Blaubeerpflücker sind von weitem zu erkennen: nicht umsonst werden Blaubeeren "Petzbeeren"
genannt, weil sie Mund und Finger verfärben. Jedoch erst im 19. Jahrhundert betrachtete man Blaubeeren als Nahrungsmittel. Früher wurden Blaubeeren wegen ihrer ausserordentlich beruhigenden Wirkung auf nervöse Mägen in der Apotheke verkauft. Heute gelten sie beinahe als Functional Food, da sie heilsame Antioxidantien enthalten. Die prachtvollen kultivierten Blaubeeren sind dagegen weder schmackhaft noch besonders gesundheitsfördernd.
 

Preiselbeeren sind jedoch, meistens in eingemachter Form, von allen schwedischen Beeren im Ausland am häufigsten vertreten. Das populäre Möbelhaus IKEA exportiert die Beeren weltweit. Laut Guy Dimond, Food-Redakteur von TimeOut in London, geniesst schwedisches  Preiselbeerkompott bei den Londoner Yuppies Kultstatus. Ein Glas Preiselbeerkompott gehört in Schweden zur guten Hausmannskost, in anderen Ländern jedoch ist es in Haushalten mit mehr Geschmack als Geld ein selbstverständliches avantgardistisches Accessoire. In Schweden wird es traditionell zu Fleischbällchen und Kartoffeln, aber auch zu gebratenem Hering mit Kartoffelpüree gegessen. Ein Grund für die historische Popularität der Preiselbeeren ist, dass sie ein natürliches Konservierungsmittel (Natriumbenzoat) enthalten, weshalb sich das Preiselbeerkompott auch in armen Haushalten hielt, in denen am teuren Zucker gespart wurde.

Das gilt auch für das Gold der Moore —  die saftigen, sahnebonbonsüssen Moltebeeren. Ja, sie sind so süss und haltbar, dass man sie einfach nur zu Mus zerdrücken muss, um Kompott aus ihnen zu machen. Die ziemlich grossen und harten Kerne werden nicht entfernt, sie sind die Garantie für die Echtheit der Ware. Aus dem Kompott wird häufig Parfait hergestellt, eines der klassischen schwedischen Desserts. Eis aus Moltebeeren wurde bei vielen Nobelbanketten gereicht.


Vor allem die Walderdbeeren werden von den Schweden geliebt. Für die Schweden sind Walderdbeeren auf einen Grashalm aufgefädelt ein Symbol für den Sommer. Sie reifen schon im Juni-Juli. Sie sind in ganz Schweden verbreitet, doch im Inneren von Norrland und in den Bergen eher vereinzelt. Zweifellos sind Walderdbeeren frisch gepflückt und sonnenwarm am besten. Haben Sie einmal mehr gepflückt als Sie essen können, legen sie die Beeren flach in einen Gefrierbeutel, streuen evtl. etwas Zucker darüber und frieren sie ein. Marmelade aus Walderdbeeren zu kochen, empfiehlt sich nicht.



Die empfindlichen Beeren haben ihre bestimmte, bemessene Zeit —  einige kurze Sommerwochen. Vielleicht gelten gerade deshalb auf einen Grashalm aufgefädelte Walderdbeeren als schönste Liebesgabe. Der Geschmack von Walderdbeeren ähnelt dem von Litchis oder Viogniertrauben, ist aber weder zu erklären noch zu bewahren. Viele haben versucht, das Aroma der Walderdbeere in Flaschen, Dosen oder durch Trocknung einzufangen, aber niemandem ist es gelungen.
 
So hat auch der Begriff "smultronställe" eine schillernde Bedeutung. Natürlich ist es eine Stelle, an der Walderdbeeren wachsen, aber es ist auch ein Ort, an dem man glücklich ist: eine Gaststätte, ein Dorf, ein Ort, den man nur mit bestimmten Menschen teilen will.


Im Film "Smultronstället" ("Wilde Erdbeeren"), von Ingmar Bergman symbolisiert die Stelle mit Walderdbeeren bittersüsse Erinnerungen: alles, was möglich gewesen wäre, hätte man sich nur getraut.

Warum kann man sich an Walderdbeeren nicht satt essen? Der Volksglaube gibt die Antwort! Als Jesus in den schwedischen Beerenwäldern umherwanderte, traf er eine Frau mit einem zugedeckten Korb am Arm. Er fragte sie, was sie im Korb habe und in ihrer Verwirrung, vielleicht blendete sie auch der Heiligenschein, antwortete sie: ”Nichts.” "Gut”, erwiderte Jesus. ” Dann soll es auch nichts sein.” Und deshalb wird man von Walderdbeeren so schlecht satt.

Eine forschere Beere ist der wilde Sanddorn,



auch Stranddorn genannt, der die aromaschüchternen Schweden mit seinen wütenden exotischen Geschmacksnuancen schockiert, die an Früchte aus fernen Ländern wie Passionsfrucht und Mango erinnern . In der Zeit des Alkoholverbots im 20. Jahrhundert entdeckten die Schmuggler, wie vorzüglich der Schmuggelalkohol mit Sanddornsaft schmeckte. In den 1960er Jahren wurde die Beere allmählich populär, heute ist sie so trendy, dass es fast weh tut. In der Nähe der Universitätsstadt Uppsala wird sie auch versuchsweise kommerziell kultiviert. Noch ist es ein richtiges Abenteuer, den goldorangenen Schatz zu heben. Die Zweige haben lange spitze Dornen und die Beeren sitzen wie festgeleimt. Am schlauesten ist es zu warten, bis die Gewässer zugefroren sind, so dass man leicht an die an Küsten wachsenden Büsche herankommt und sie dann schüttelt, damit die gefrorenen Beeren zu Boden fallen.

Das köstlichste Geheimnis der Natur sind vermutlich die Ackerbeeren (Rubus articus), auch als schwarzrote Himbeeren bekannt.


Klein und unansehnlich kann man sie leicht als armselige, geduckte Kusinen der Himbeeren abtun. Bis man ihren Geschmack erlebt und merkt, dass zwischen beiden ein ebenso himmelweiter Unterschied besteht wie zwischen Traubensaft und einem edlen Wein. Ein Echo, aber nicht mehr, des verzaubernden Aromas findet sich im Mesimarja, einem finnischen Ackerbeerlikör.

Wissenswertes über die Beeren

Preisselbeere Vaccinium vitis idea
Preiselbeere,
auch Kronsbeere, ist eine Pflanze aus der Gattung der Heidelbeeren. Die so genannte "Kulturpreiselbeere" hingegen bezeichnet keine Preiselbeere, sondern die Grossfrüchtige Moosbeere.


Der Zwergstrauch wird zwischen 10 und 40 cm gross und ist von kompaktem, aufrechten Wuchs. Seine ovalen Blätter sind wechselständig und zweizeilig angeordnet, dunkelgrün und ledrig. An der Spitze der Triebe hängen in Trauben die weissen, gelegentlich schwach rötlichen, glockenförmigen Einzelblüten. Ab Ende August bis Anfang September reifen aus Ihnen in fünf bis sechs Wochen die zunächst weissen, später leuchtendroten Beeren. Kultursorten reifen unter guten Bedingungen auch noch ein zweites Mal im September / Oktober.


Da die Preiselbeere unempfindlich gegen Frost ist (bis zu -22° werden vertragen), kommt sie weltweit in der nördlichen Hemisphäre vor, von der nördlich gemässigten Zone bis in den arktisch-zirkumpolaren Bereich (71°N, in Grönland auch darüber hinaus). Sie bevorzugt sonnige und trockene Standorte auf saurem Rohhumusboden und verträgt selbst noch schattige Wälder oder nährstoffarmen leichten Sandboden.


Preiselbeeren vermehren sich neben dem üblichen Weg der Bestäubung durch Absenker.

Die Preiselbeere ist in der Küche eine weithin geschätzte und beliebte Frucht, vor allem als Beilage zu Wildgerichten. Wegen ihres herbsauren Geschmacks, der auf den hohen Anteil von Fruchtsäuren zurückgeht (z.B. Benzoe-, Ascorbin- und Salicylsäure) wird sie allerdings nur selten roh gegessen, sondern meist als Zubereitung in Form von Kompotten.


Zugleich sind die Früchte äusserst gesund, neben Vitamin C finden sich auch die Vitamine B1, B2, B3 und Beta-Karotin (Vitamin A), an Mineralstoffen vor allem Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Neben den Beeren enthalten auch die Blätter heilkundlich wirksame Stoffe: Ihr Gehalt an Anthozyan schützt vor Nieren- und Blaseninfektionen, die Bakterien können sich nicht in der Schleimhaut einnisten. Auch zur Senkung des Cholesterinspiegels und bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen ist die Pflanze von Nutzen.

Blaubeere / Heidelbeere Vaccinium myrtillus

Heidelbeeren
wachsen als kleine Halbsträucher auf sauren, nährstoffarmen Wald- und Moorböden. Sie werden bis zu 50 cm hoch, blühen von Mai bis Juni und tragen dann im Herbst ihre wohlschmeckenden, säuerlichen Früchte, die uns allen bekannt sind. Sie werden nicht nur roh gerne gegessen, auch Marmelade lässt sich daraus herstellen. Die Heidelbeere kann man allerdings schnell mit der Rauschbeere verwechseln, deren Fruchtfleich innen hell ist. Hier<<< finden Sie einen Vergleich zwischen den beiden Pflanzen.
Aber nicht nur als Früchte und Marmelade werden die Beeren verwendet. Sie haben auch als getrocknete Früchte heilende Wirkung bei Durchfällen, insbesondere bei Kleinkindern. Diese Wirkung kommt von dem hohen Gehalt an Gerbstoffen. In frischem Zustand können Heidelbeeren aber auch abführend wirken, also nicht verwechseln. Die Kerne der Heidelbeere wirken allerdings bei sehr empfindlichen Menschen auch reizend auf die Magenschleimhäute. Heidelbeersaft wird bei Entzündungen des Mund- und Rachenbereichs genommen und auch äusserlich bei Wunden angewendet. In der Volksmedizin nutzte man die Heidelbeerblätter gegen Durchfälle, Blasenschwäche, Husten und Magenbeschwerden. Das Bundesgesundheitsamt lehnt die Anwendung der Blätter aufgrund von Nebenwirkungen ab. So kann es durch Überdosierung und Dauergebrauch der Blätter zu einer sogenannten Hydrochinonvergiftung kommen. Die Beeren sind allerdings bedenkenlos zu verwenden.


Die frischen Heidelbeeren sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Aus den Beeren wird auch Heidelbeerwein und Likör hergestellt. Im Mittelalter war die Äbtissin Hildegard von Bingen die Erste, die die Heilwirkung der Heidelbeere beschrieb. Auch die Ärzte des Mittelalters wussten um ihre Heilwirkung und haben dies in ihren Büchern ausführlich vermerkt. Die deutsche Bezeichnung der Heidelbeere hat ihren Ursprung wohl in „auf der Heide wachsende Beere“. Weitere deutsche Namen waren und sind Bickbeere, Blaubeere, Hällbeere und Schwarzbeere. Mit wissenschaftlichem Namen heisst sie Vaccinium myrtillus.


Vaccinium leitet sich „Baccinium“ für Beerenstrauch ab und ist wohl eine Verfälschung bzw. Veränderung des eigentlichen Wortstammes. Der Artname myrtillus weist auf die Ähnlichkeit der Heidelbeere mit der Myrte hin.


Waldhimbeere (Ackerbeeren) Rubus articus

Waldhimbeeren
brauchen Licht, nährstoff- und vor allem stickstoffreichen Boden. Brandstellen, überwachsene Rodungsstellen, Waldränder und Wegraine sind, wie schon gesagt, ihre Lieblingsplätze. In regenreichen Sommern, wenn die Sträucher dicht und schattig wachsen, leidet die Qualität der Beeren. Maden und Schimmelpilze haben grosse Chancen und die Ausbeute gesunder Beeren bleibt gering. Die leicht holzigen zweijährigen Pflanzen tragen erst im zweiten Jahr nektargefüllte unscheinbare Blüten, aus denen sich die Beeren entwickeln. Sie reifen in Südschweden ab Mitte Juli, im Norden während der zweiten Augusthälfte. Auf der Insel Gotland gibt es keine Waldhimbeeren. Doch findet man hier die blaue Himbeere oder Salmbeere die sonst nur vereinzelt an Schwedens südlicher Küste wächst.


Der stachelige Himbeerstrauch erreicht in Höhe von 1 - 2 Metern. Die weissen bis rosafarbigen Blüten haben 5 Blütenblätter und stehen in lockeren Trauben. Die Blütezeit der Himbeere ist Mai - Juni. Die rote Frucht ist eine sogenannte Sammelfrucht, die aus vielen Steinfrüchtchen besteht und innen hohl ist. Fruchtreife ist im Spätsommer. Die Laubblätter sind gefiedert und 5 - 7teilig, manchmal auch 3teilig und an ihrer Unterseite dicht weisshaarig.
Die Himbeere ist an Waldrändern und Lichtungen zu finden. Natürlich wird sie auch gerne in Gärten angepflanzt. Sie steht gerne halbschattig auf nährstoffreichem Lehmboden.


Die Blätter enthalten Gerbstoffe und wirken somit gegen Durchfall. Sie eignen sich aber auch zur Behandlung der Mundschleimhäute. Heutzutage spielen die Blätter in der Heilkunde kaum noch eine Rolle, man findet sie aber noch als Zusatz in Teemischungen zur Blutreinigung, ebenso wie Brombeerblätter. Die Früchte weisen einen Vitamin C-Gehalt von 25 mg/100 g auf. Ferner enthalten sie Vitamin A, Rutin und viel Biotin, das unter anderem für Glanz und Fülle der Haare sorgt.
Weitere Volksnamen waren Madebeere, Mollbeere, Hohlbeere, Katzenbeere und Ambas. Der Wortursprung der Himbeere kommt von der althochdeutschen Bezeichnung hintperi und wird als “Beere der Hinde” (der Hirschkuh) gedeutet, die wohl die Beeren gerne fressen. Der wissenschaftliche Gattungsname Rubus nimm Bezug sich auf die roten Früchte und der Artname idaeus stammt aus dem griechischen und bezieht sich auf den Strauch batos idaios, der auf dem Berg Ida wuchs.
Schon der römische Schriftsteller Plinius (23 n. Chr.) erwähnt eine Pflanze Rubus idaeus in seinen Schriften, von der die alten Kräuterärzte des Mittelalters annahmen, es sei die Himbeere.

Walderdbeere Fragaria vesca

Die Walderdbeere
wächst als Rosettenstaude mit langen Ausläufern. Die Blüten sind weiss und haben 5 Blütenblätter. Blütezeit ist Mai - Juni. Die rote Frucht bildet sich im Spätsommer. Eigentlich handelt es sich um eine Scheinfrucht, die sich aus dem Blütenboden entwickelt. Die eigentlichen Früchte sind die kleinen hartschaligen Nüsschen, die man von aussen sehen kann. Die Laubblätter sind dreizählig und langgestielt, an der Unterseite weisslich und behaart.


Die Wald-Erdbeere zeichnet sich durch einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt aus (Vitamin C bis 50 mg/100g). Die Blätter enthalten vor allem Gerbstoffe, daher findet die Wald-Erdbeere Anwendung bei Magen- und Darmstörungen. Ausserdem kann man sie zum Gurgeln und Spülen bei entzündeten Schleimhäuten einsetzen. Sebastian Kneipp empfahl einen Tee aus den Blättern als Stärkungsmittel für kränkelnde Kinder. Die Pflanze findet auch Anwendung in der Homöopathie. In der Volksheilkunde wird die frische Wald-Erdbeere bei Leber- und Galleleiden, Herzbeschwerden, Blutarmut, als allgemeines Stärkungsmittel und bei Bronchitis angewandt.


Die Wald-Erdbeere ist eine sehr alte Heilpflanze. In alten Pfahlbauten fand man die Nüsschen der Wald-Erdbeere und auch in den Schriften der Äbtissin Hildegard von Bingen (1098 - 1179) wurde sie erwähnt. Der Arzt Hieronymus Bock (1539 -1554) vermerkte in seinem Kräuterbuch: "Erdbeerkraut zerstossen und den safft daraus gewunnen / dienet wohl den hitzigen bösen wunden / dringet sie zusammen das sie heilen. Erdbeerwasser ist gut für das essen im mund / zum halsgeschwär /.../ und stercket das zanfleisch / und vertreibet den bösen geschmack des athems /”. Der Apotheker Tabernaemontanus (1520-1590) schreibt in seinem Kräuterbuch unter anderem: “ Erdbeerkraut in Wein gesotten und mit Honig süss gemacht / danach durch ein Tuch gesigen / und Morgens und Abends dieses Tranck / jedesmal 4 Unzen getruncken / so warm es zu leyden ist / heyler Verwundung und Geschwär der Brust.


Erdbeerkraut und Wurzeln in Wasser gesotten / und der durchgesigenen Brühe des Tages dreymal / jedesmal ein gemeines Tischbächerlein voll getruncken / löschet die Hitze der entzündeten Leber und Milz / löset auch die Verstopfung derselben / vertreibet die hitzige Geelsucht (Gelbsucht) und reiniget die Nieren und Blasen.”

Sanddorn  (Syn.Stranddorn) Hippophaë rhamnoides

Sanddorn
gehört zu den schönsten Ziergehölzen und wird wegen seiner äusserst vitaminreichen Früchte seit alters her kultiviert. Deshalb zählt diese Pflanze eigentlich nicht nur zu den Ziergehölzen, sondern auch zum sogenannten Wildobst. Wegen seiner Beeren empfiehlt es sich ihn in die Nähe der Terrasse oder dem Fenster zu platzieren. Denn gerade in den Wintermonaten ist er eine besondere Zierde, da die Beeren bis in den Spätwinter an den Büschen hängen bleiben. Sanddorn gehört zur Familie der Ölweidengewächse und ist an Felsrändern, Kiesflächen von Gewässerufern, Auwäldern und Dünen sowohl in Europa als auch Vorderasien zu finden. Mit seinem sparrigen Wuchs und seiner sich später breit ausladenden Krone kann er eine Höhe bis zu 6 m erreichen.


Nicht nur wegen seiner flammend orangefarbenen Beeren fällt der Sanddorn auf, sondern auch durch seine silbrig schimmernden Blätter. Die Zweige haben dornige Kurztriebe, und die schmalen, lanzettartigen Blätter sind auf der Oberseite graugrün, von der Unterseite silbrig manchmal auch kupferrot gefärbt. Er blüht zwischen März und April, also schon vor Blattaustrieb. Die Blüten sind jedoch unscheinbar und gelblich bis rotbraun gefärbt. Der Sanddorn bildet getrenntgeschlechtliche Blüten aus wobei die weiblichen verständlicherweise Früchte tragen. Die besondere Zierde des Strauchs sind die Früchte, die lange an den Zweigen haften bleiben. Ihre Beeren sind eirund, knapp erbsengross und von einer auffallend leuchtend orangeroten Farbe.


Der Sanddorn gedeiht in sonniger Lage auf nahezu allen Böden. Er liebt eigentlich nur reichlich Licht und einen kalkhaltigen, möglichst mageren Boden. Dieser kann sowohl trocken als auch leicht feucht sein, allerdings sollte er keine Staunässe aufweisen.


Durch sein weit ausgebreitetes Wurzelsystem eignet er sich hervorragend zur Bodenbefestigung. Der Strauch ist nicht nur rauchhart und für das Stadtklima geeignet, sondern er wird auch wegen seiner Salz- und Windverträglichkeit sehr gerne als Pioniergehölz für die Befestigung von Dünen an Küsten und Flüssen verwendet. Im Garten können Sanddornsträucher undurchdringliche Hecken sein, die vielen Vögeln Unterschlupf bieten. Seine Zweige mit den wunderschönen Früchten sind eine beliebte Dekoration für die Vase. Die Beeren sind sauer und roh nicht schmackhaft. Saft und Mark der Beeren werden als Zusätze bei Milchgetränken, Joghurt und Tee verwendet.
Moltebeere Rubus chamaemorus

Die Moltebeere
gehört zu den Rosengewächsen.
Die weissen Blüten der Moltebeere werden etwa 3 cm im Durchmesser gross und erscheinen von Mai - Juli. Im Spätsommer entwickelt sich die orangegelbe Sammelfrucht, die einer Brombeere ähnelt. Die Blätter sind handförmig, die gesamte Pflanze wird 10 - 25 cm hoch.


Die Moltebeere findet man in aller erster Linie in den Polarregionen Skandinaviens und Amerikas. Sehr vereinzelt wächst sie auch im Gebiet der unteren Weser und Elbe. Die Pflanze braucht sauren, moorigen Boden. In Nordskandinavien kann man sie häufig in den Moorgebieten antreffen und sie wird dort auch als Frucht und Marmelade verkauft. Die Moltebeere ist ungiftig.


Die Moltebeere enthält unter anderem einen hohen Vitamin C-Anteil und ist früher wie heute in den nordischen Ländern ein wichtiger Vitaminlieferant. In Skandinavien heisst die Pflanze Multebeere. Der botanische Gattungsname Rubus ist der gleiche wie bei Himbeere und Brombeere, daher sind die Pflanzen direkt miteinander verwandt. Das Wort Rubus stammt aus dem lateinischen Wort ruber für rot, da die Gattung oft rote Beeren trägt. Der Artname ist chamaemorus und bedeutet etwa soviel wie zwerg-maulbeerartig, wobei er Bezug auf die Frucht nimmt.


In der Eiszeit war die Moltebeere mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr viel häufiger in unseren Breiten zu finden, als heutzutage. Die einzelnen Vorkommen in Mitteleuropa sind also quasi Relikte aus der damaligen Zeit.
Brombeere Rubus fruticosa agg.

Die Brombeere
gehört zu den Rosengewächsen.
Sie wächst als Strauch und trägt weisse Blüten mit 5 Blütenblättern, die von Mai bis August erscheinen. Die Frucht, also die eigentliche Brombeere, ist eine sogenannte Sammelfrucht, die aus kleinen Steinfrüchtchen, es sind 20 – 50 Stück, besteht. Oft sieht man reife Früchte und Blüten zur gleichen Zeit. Die Sammelfrucht reift von grün über rot nach schwarz. Die Laubblätter sind eiförmig, am Rand doppelt gesägt und stachelig, so wie auch der Stengel. Es werden auch verschiedene Zuchtformen im Handel angeboten, manche haben keine Stacheln.


Die Brombeere findet man sehr häufig in Gebüschen und Wäldern. Sie mag nährstoffreichen, oft auch steinigen Boden.


Brombeerblätter enthalten Gerbstoffe. Dadurch wird die Droge als leichtes Durchfallmittel und zum Gurgeln bei entzündeten Schleimhäuten eingesetzt. Gerne werden auch die Blätter der Brombeere, zusammen mit Himbeerblättern in Teemischungen verwendet. Die Brombeerfrüchte enthalten Vitamin C, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Karotene, ferner einen hohen Anteil an Bioflavonoiden im Fruchtfleisch. Diese sind um den Faktor 10 im Fruchtfleisch höher, als im Presssaft. Die Bioflavonoide schützen das Vitamin C und auch das Stresshormon Adrenalin vor Oxidation. Ausserdem sind sie in der Lage Kupfer zu binden. Erhöhte Konzentrationen an Kupfer können zu nervöser Unruhe führen. Die Früchte bieten somit einen guten Schutz für unser Immunsystem und kräftigen das Bindegewebe Im althochdeutschen nannte man sie bramberi und sie hat eine Namensverwandtschaft mit dem englischen bramble für Brombeerestrauch.Im Volksmund hiess sie auch Brambeeren, Brennbeeren,


Die Brombeere ist mit die älteste Heilpflanze. Theophrast (377 v. Chr.), Dioscurides (1.Jahrh. n. Chr.) und Galen (131 n. Chr.) haben über sie berichtet. Natürlich findet die Pflanze Erwähnung in den Kräuterbüchern des Mittelalters. So berichtet der Apotheker Tabernaemontanus (1520 - 1590) unter anderem: “Die Blätter und unzeitige Frucht in Wein und Essig gesotten / im Mund gehalten / machen die Zähn fest / so da sehr wackeln. Die Blätter zerrieben und übergelegt / heylen die gülden Ader / und stillen das Blut.... Diss Laub gedört / zu Pulver gestossen / ist nutzlich zu den Geschwären des Viehes / eingestreut.”

REZEPTE

Preiselbeersauce
150 g  Preiselbeerkompott
1 El (knapp 15 g) fein geriebener eingelegter Ingwer (in Zuckerlösung, kein Gari)


Zu schwedischen Fleischbällchen oder Wild servieren.
Sie können die Sauce auch glatt mixen.
Tipp! Noch pikanter wird es, wenn Sie frisch geriebenen Baby-Ingwer verwenden.

Köttbullar
Sie wissen nicht was Köttbullar sind? Dann waren Sie vielleicht noch nie mit Kindern im Restaurant eines bekannten schwedischen Möbelhauses. Köttbullar sind Fleischklösschen und liegen dort auf dem Kinderteller. Denn sie werden auch von deutschen Kindern heiss geliebt. Und das seit Jahren. Zusammen mit ein paar Pellkartoffeln, einer Kelle Rahmsauce und einem Klecks Preiselbeeren. Schmeckt auch vielen von den Grossen. Warum mit der Familie also nicht auch bei uns Köttbullar an Heiligabend essen, so wie im Norden Europas? Die Teller der Kleinen sind an diesem Tag bestimmt endlich mal weggeputzt.

1 Zwiebel
10 g Butter
400 g Rindergehacktes
2 EL Semmelbrösel
4 EL Sahne
1 Ei
1 Bund Petersilie
Salz
Pfeffer, frisch gemahlen
Öl zum Braten
Die Zwiebel pellen, würfeln und in der heissen Butter bei kleiner Hitze fünf Minuten dünsten. Das Hackfleisch mit den Zwiebeln, Semmelbröseln, Sahne, Ei und gehackter Petersilie verkneten. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Aus der Masse kleine Fleischklösschen formen und bei mittlerer Hitze im heissen Öl rundherum braun braten.

Dazu kleine Pellkartöffelchen, Preiselbeeren aus dem Glas und eventuell Rahmsauce servieren. Auch ein Blattsalat passt dazu.

Moltebeerenparfait mit dem Geschmack des schwedischen Lappland
4 Eigelb
70 g Zucker
300 g Schlagsahne
250 g  Moltebeerenkompott
2 El Wodka
2 Tl Vanilleessenz

Das Eigelb und den Zucker weissschaumig aufschlagen. Die Sahne zu einem weichen Schaum, also nicht zu steif schlagen, sonst wird das Parfait körnig. Das Moltebeerenkompott, den Wodka, den Eischaum, die Vanilleessenz und die Sahne mit einem Teigschaber vorsichtig untereinander heben. Eine Form mit Plastikfolie auskleiden und den Teig nach und nach hinein geben. Mindestens 6 Stunden gefrieren lassen. Auf einen Servierteller stürzen und die Plastikfolie entfernen. Leicht aufgetaut servieren. Mit dekorativ geschnittenen Khakifrüchten garnieren. Dazu schmeckt ein süsser weisser Dessertwein oder Moltebeerenwein.

Dieser Heidelbeer - Kuchen ist einfach köstlich !

Für den Teig nimmt man 150 g Butter, 150 g brauner Zucker, 2 Eier, 2 TL Backpulver, 100 g Vollkornmehl, 100 g gemahlene Haselnüsse.
Butter und Zucker schaumig rühren. Die Eier zufügen und alles zusammen weiterschlagen.
Das mit Backpulver gut vermischte Mehl sowie die Haselnüsse zugeben und den Teig in eine gefettete runde Form (Ø 23 cm) füllen.
Für den Belag nimmt man 400 g saure Sahne, 2 Eier, 80 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, Schale von ½ unbehandelten Zitrone, ½ TL Anis, 350 g Heidelbeeren. Alle Zutaten verrühren, Heidelbeeren unterziehen und auf den Teig geben.
Bei 180 - 200 °C etwa 35 Minuten backen.

Waldbeeren-Likör

250 g reife Beeren in Scheiben schneiden und in ein Einmachglas füllen.
3 dl weisser Rum beigeben, Glas verschliessen, an einen kühlen Ort stellen, gelegentlich leicht schütteln. Nach ca. 2 Wochen durch ein feines Tuch oder den Geleesack giessen. Früchte nur abtropfen, nicht ausdrücken, so bleibt die Flüssigkeit klar, beiseite stellen. 175 g Zucker, 1,5 dl Weisswein zusammen aufkochen, auf ca. 2 dl einkochen, auskühlen und mit der beiseite gestellten Flüssigkeit mischen, in saubere Flaschen füllen, verschliessen
kühl und dunkel,ist der Likör ca. 6 Monate haltbar.

Geschenk-Idee: Flasche mit Garn oder Schnur umwickeln, mit Farn, Beerenblättern verzieren.

Millefeuille mit Walderdbeeren

1 kg TK-Blätterteig
300 g Walderdbeeren
etwas Puderzucker

Für die Creme:
1/2 l Milch
3 Eigelb
100 g Zucker
1 Vanillestange
50 g Maismehl
25 g Butter
150 g Schlagsahne

Die Milch mit 20 g Zucker und der längs aufgeschnittenen Vanillestange zum Kochen bringen. Das Eigelb mit dem restlichen Zucker schaumig schlagen, das Maismehl und etwas Milch dazugeben und glatt rühren. Die Vanillestange entfernen. Das Eigemisch zu der heissen Milch geben, zum Kochen bringen und drei Minuten und unter ständigem Rühren kochen lassen. Die Mischung in eine Schüssel geben und mit der restlichen Butter verfeinern. Die Schlagsahne steif schlagen und unter die abgekühlte Ei-Milch-Mischung heben. Den Blätterteig 2 mm dick ausrollen, in drei gleich grosse Flächen teilen und jeweils 35 Min. bei 180°C (Th.6) auf Backpapier backen. Wenn Sie die Teigplatten aus dem Ofen nehmen, diese mit dem Rost des Backofens beschweren, damit die Böden sich nicht verformen. Diese anschliessend mit Puderzucker bestreuen und einen kurzen Moment jeweils noch einmal in den Backofen legen. Belegen Sie anschliessend jeweils eine Schicht Tortenboden mit der Creme und den Walderdbeeren, bis die drei Etagen vollendet sind. Dekorieren Sie die Oberfläche der Torte mit einigen Erdbeeren und zarten Zitronenmelisseblättern.

Sanddornschnaps

ca. 250 g feiner weisser Kandis,
ca. 200 g Sanddornbeeren, 1 Fl Korn (38-40 Vol.-%)

Eine gut gereinigte Flasche zu 1/3 mit Kandis füllen, den Rest mit gut gewaschenen Sanddornbeeren auffüllen. Den Schnaps hinzufügen, so dass die Flasche randvoll ist. Gut verschliessen und mindestens 8 bis 12 Wochen lang an einem dunklen, trockenen Ort stehen lassen, bis der Kandis geschmolzen ist. Nun den Schnaps durch ein Sieb passieren und zurück in die Flasche geben. Vor dem Genuss gut schütteln. Mit braunem Kandis bekommt der Schnaps eine dunklere, edle Farbe und zusätzlich einen leicht malzigen, herben Geschmack.

Sanddornkonfitüre

1 kg Sanddornmark
1 kg Gelierzucker

Die Sanddornbeeren durch eine Fruchtpresse geben (so bleiben die harten Schalen und Kerne zurück) oder mit wenig Wasser kochen und durch ein Sieb streichen. Von dem so gewonnenen Mark 1 kg abwiegen, mit Gelierzucker verrühren, zum Kochen bringen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Sanddorngelee

3/4 Liter Sanddornsaft
1 kg Gelierzucker

Die Sanddornbeeren knapp mit Wasser bedeckt zum Kochen bringen und bei mässiger Hitze durchkochen lassen. Den Saft durch ein Tuch ablaufen und erkalten lassen, abmessen und mit Gelierzucker 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. In Gläser füllen und verschliessen.

Waldhimbeer-Mousse

Die Rezeptur ergibt 2 Liter Mousse.
750 g Himbeeren
500 g Schlagsahne
250 g Creme fraiche
200 g Joghurt
150 g Puderzucker
Saft von 1 Zitrone
1/2 TL Vanillezucker
8 Blatt Gelantine
nach Geschmack 4cl Himbeergeist

Himbeermark, Creme fraiche, Joghurt, Zitronensaft und Vanillezucker gut verrühren.
Die in kaltem Wasser eingeweichte, ausgedrückte weisse Gelantine auflösen. Einen kleinen Teil der Himbeermasse mit der Gelantine vermischen, danach die restliche Mischung schnell unterziehen.
Zuletzt die steife Sahne vorsichtig unter die Masse heben.
Mindestens drei Std. im Kühlschrank kaltstellen. Mit einem, in warmes Wasser getauchten Esslöffel abstechen.

Brombeer-Zimt-Parfait

2 Eier
120 g Zucker
250 ml Sahne
Vanillezucker
100 g Brombeeren
1 TL Zimtpulver

Eiweiss trennen und steif schlagen, dann kalt stellen. Sahne steif schlagen und ebenfalls kalt stellen. Eigelb mit Salz, Zucker und Vanille schaumig schlagen, dann vorsichtig Sahne und Eischnee unterheben. Schaumige Parfaitmasse auf zwei Schüsseln aufteilen. In die erste Schüssel vorsichtig Zimtpulver hineinrühren.

Brombeeren oder Himbeeren pürieren (falls gewünscht passieren) und unter die Parfaitmasse der zweiten Schüssel ziehen.
Kleine Förmchen (es eignen sich besonders Silikon-Muffin-Formen) zuerst mit der Brombeermasse, dann mit der Zimtparfaitmasse füllen und ca. 5 Stunden tiefkühlen.

Die Förmchen stürzen und auf Tellern so anrichten, dass die Zimtmasse oben ist. Eisparfait antauen lassen (die Zimtmasse sollte zu verlaufen beginnen). Dann Teller mit Zimtpulver bestäuben mit Brombeeren garnieren und servieren.



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