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Die am Anfang des 19. Jahrhunderts herrschende Stilrichtung in der französischen
Malerei war der Neoklassizismus.
David, Ingres und andere Maler dieser Schule ließen
sich von der Antike und der italienischen Renaissance inspirieren.
Sie hatten enormen Erfolg
in der Zeit der Revolution und später unter Napoleon. Mit der
Restauration gerieten sie mehr und mehr unter Kritik.
Die neue Bewegung die Romantik entstand als Opposition gegen die Klassische Schule
in der Malerei.
Die Maler der Romantik Théodore Géricault,
Antoine-Jean Gros, Paul Huet, Eugène Delacroix) kämpften fast ein
halbes Jahrhundert mit den Vertretern der alten Schule und kritisierten
ihre Bilder als unbeweglich und kalt.
Im Kampf gegen die alte Schule fanden die Romantiker starke
Verbündete in den Realisten
Honoré, Daumier, Gustave Courbet, Millet, Meissonier sowie R. Bonheur.
Der Realismus begann in Frankreich in den 40-50er Jahren des 19. Jahrhunderts mit der
Landschaftsmalerei,
der sogenannten Schule von Barbizon ein Dorf in der Nähe
von Fontainebleau.
Hierher kam eine Gruppe junger Maler (J.-F. Millet, Th. Rousseau, Dupré,
Daubigny, Troyon, Corot, Diaz) um ihre Bilder direkt im Freien zu malen.
Anders als die Impressionisten nutzten diese Maler ihre im Freien gemalten
Etuden lediglich als Vorlage, um später in den Ateliers ihre Bilder
fertigzustellen.
Jedoch vollzogen sie eine entscheidende Wandlung:
die Malerei verließ den Raum und näherte sich den frischen
Wahrnehmungen des Lebens.
Dies machten die Impressionisten Degas, Monet, Guillaumin, Sisley,
Pissarro, Renoir, Cézanne, Manet, Morisot, Caillebotte, Van Gogh,
Toulouse-Lautrec, Cassat und Zandomeneghi zu ihrem Slogan.
Um die Eindrücke
von der Realität und nicht die Realität selbst auf dem Bild wiederzugeben,
verwendeten die Impressionisten reine Farben ohne Zwischentöne.
Das optische Zusammenspiel der nebeneinander liegenden Flächen
ergab die plastischen Übergänge, die die klassischen Meister
mit den feinsten Farbabstufungen erreicht hatten.
Der Impressionismus als eine Bewegung der Malerei existierte lediglich 12 Jahre.
Er spielte jedoch eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Malerei in Frankreich und
im Europa des 20. Jahrhunderts.
  
William Adolphe Bouguereau
(*30. November 1825 in La Rochelle),
† 19. August 1905 in La Rochelle)
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war ein französischer Maler des 19. Jahrhunderts.
Er studierte an der École de Beaux Arts in Paris und gilt als Meister des
Akademischen Klassizismus
und des
Klassischen Realismus.
  
William Bouguereau? Nie gehört? Nun ja, dieser französische Maler
(1825 - 1905) ist zu Recht vergessen, denn seine Werke empfand man,
von Ausnahmen abgesehen, als ausgesprochen kitschig.
Dabei zählte Bouguereau zu den erfolgreichsten Malern seiner Zeit,
weil er in der Lage war, sozusagen farbfotografisch zu malen.
Viele seiner Porträts gleichen auch eher einem Foto, als einem
Gemälde.
Vielleicht lag in diesem handwerklichen Geschick der Grund für
seine Popularität. Bouguereau war Mitglied der britischen Royal
Academy, wurde sogar mit einem "Sir" geadelt und durfte als einer
der wenigen Maler auf den offiziellen Ausstellungen der Akademie
seine Werke präsentieren, was fast einer Lizenz zum Gelddrucken
entsprach.
Um die Schlafzimmer und Bibliotheken seiner wohlhabenden
Klientel mit Fleischlichem auszustatten, schuf er eine ganze Serie
von Bildern nackter Damen vor und nach dem Bade.
Detail aus Baigneuse -
Salon de 1870
 

  
Natürlich packte auch er "Gruppenfotos" nackter
Damen in antike Allegorien, etwa wie die hier abgebildeten Nymphen
am Teich.
Baigneuse -
Salon de 1870
 

  
Die Darstellung nackter Damen ohne Schamhaar hinderte ihn
nicht, auch viele religiöse Motive auf die Leinwand zu bringen,
darunter jede Menge Engel.
La naissance de Vénus.
Salon de 1879, Exposition Triennale 1883
La naissance de Vénus - Salon de 1879

 

 
Eine Dekoration des Bades im Hôtel Pereire in Paris sind die folgenden 2 Bilder:
Enfant sur un monstre marin - 1857 -

 

 
Le triomphe de Vénus - 1857 -

 

 
Heute sind diese Badeszenen wieder en vogue und finden sich in vielen gefliesten Bildern
als Wandreliefs.
Nymphes et Satyre - 1873 -

 

  
Heute werden die Werke des französischen Malerers wiederentdeckt.
Dieses Bild kennt inzwischen wohl jeder:
Cupid and Psyche as Children - 1889 -

 

  
Von grosser Bedeutung sind die fast photographischen Portraitbilder.
Eine Vielzahl von Kinderbildern gehört zu seinen berühmtesten Werken.
In ihrer Detailgenauigkeit erkennt man die Verliebtheit des Malers
zu diesen Kindern. Diese rühren an des Betrachters Herz !
Le livre de fables - 1877 -
 

  
Yvonne -1903 -
 
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La couturière - 1898 -

 

  
La Tricoteuse - 1882 -
 

  
Deux Soeurs - 1901 -
 
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Le Goûter - 1895 -

 

  
Au Bord du Ruisseau - 1879 -

 

  
L'oiseau Chéri - 1867 -

  

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Les Prunes - 1896 -

 

  
Petite mendiante - 1880 -

 

  
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Douleur d'Amour - 1880 -

  
  
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