|

|
John William Waterhouse
(1849 - 1917)
John William Waterhouse wurde 1849 in Rom geboren, dadurch kam er schon
im Kindesalter mit der italienischen Geschichte in Berührung. Diese
sollte einen grossen Einfluss auf sein späteres Schaffen haben,
da seine Kunst sich vornehmlich in der antiken Mythologie bewegte.
In seiner Schulzeit wurde sein Talent noch nicht erkannt, erst als
Lehrling im Studio seines Vaters wurde ersichtlich, wie begabt er war.
Er wurde daraufhin Stundent an der Royal Academy in London.
Seine produktivsten Jahre verbrachte J.W. Waterhouse in seinem Studio
in Primrose Hill in London, wo er seine Leinwände mit eindringlichen
Kompositionen junger, schwermütige Modelle füllte. Sobald er
seinen Stil gefunden hatte, sollte er bis zu seinem Tod im Jahr 1917 nicht
mehr davon abweichen.
Das leider vernachlässigte Grab von J.W. Waterhouse
findet sich auf dem Kensal Green Cemetery in London.
Er war Sohn eines in Rom ansässigen englischen Malers.
In den 50er Jahren zieht die Familie nach London.
Er geniesst die Ausbildung beim Vater und bildet sich ab 1870 an den Royal Academy Schools in London.
1876 - 1883 lebt er in Italien, danach zieht es ihn nach London zurück.
Seit 1885 ist er assoziiertes Mitglied,
seit 1895 volles Mitglied der Royal Academy.
 

 
Trotz einiger orientalistischer Sujets war Waterhouse in den 70er und 80er Jahren thematisch stark
von Alma Tadema beeinflusst.
Damals entstanden die der griechischen und römischen Antike
entlehnte Historiengemälde wie:
The Remorse of Nero (1878) - siehe Bild unten -
Diogenes (1882)
The Favorites of the Emperor Honorius (1883)
und St. Eulalia (1885).
Daneben schuf John William Waterhouse eine Reihe von Genrebildern in antikem Ambiente.
Zu ihnen gehören:
La Fileuse (1874)
In the Peristyle (1874)
After the Dance (1876)
Sick Child brought into the Temple of Aesculapius (1877)
The White Feather Fan (1879)
Dolce Far Niente (1880)
 

 
A Flower Market, Old Rome (1886)
A Roman Offering (1890)
und Arranging Flowers (1890).
Trotz der Abhängigkeit von Alma Tadema reicht Waterhouses Bemühen
um Detailfülle und Authentizität nicht an das des Vorbildes heran.
Wenige immer wiederkehrende Architekturelemente und Marmormöbel definieren den Raum.
Spärlich sind die antiken Vorbildern nachempfundenen Requisiten.
Umso bemerkenswerter ist die Anzahl der in den Gemälden oft funktionslos
und wie zufällig verteilten schwarz- und rotfigurigen "antiken" Keramikgefässe.
Keines dieser Gefässe ist eine getreue Wiedergabe eines antiken Vorbilds.
Das anachronistische Auftauchen einer schwarzfigurig bemalten Kalpis in
The Remorse of the Emperor Nero after the Murder of his Mother, 1878
 

 
macht besonders deutlich, dass es Waterhouse nicht um eine archäologische
Rekonstruktion der Antike ging.
Die ins wissenschaftliche und künstlerische Blickfeld geratene bemalte Keramik ersetzt
die von den Klassizisten des 18. und frühen 19. Jahrhunderts bevorzugten
Arrangements antikisierender Gefässe aus Marmor oder Metall.
Wie bei vielen seiner Zeitgenossen fliessen auch bei Waterhouse Griechisches
und Römisches zu einer idealen Einheit zusammen.
In den späten 80er Jahren wendete Waterhouse sich neuen Themen zu.
Neben den auch von Präraffaeliten bevorzugten Frauengestalten
Tennysons und Shakespeares erscheinen in seinen Bildern Themen der klassischen Mythologie.
Seine Vorliebe gilt auch hier den Frauen, den Liebenden und Verführerinnen,
besonders aber den Zauberinnen unter ihnen.
Erwähnt seien:
Ulysses and the Sirens (1891)
Danae (1892)
Circe offering the Cup to Ulysses (1890er)
A Najad (1893)
 

 
Hylas and the Nymphs (1896)
 

 
Pandora ( 1896 )
 

 
Gathering Summer Flowers in a Devonshire Garden
( circa 1893-1910 )
 

 
Windflowers ( 1903 )
 

 
Lamia 1 ( 1905 )
 

 
The Awakening of Adonis (ca. 1900)
The Siren (ca. 1900)
Destiny
( 1900 )
 

 
Echo and Narcissus (1903)
 

 
Psyche opening the Golden Box ( 1903 )
 

 
Lady of shalott
 

 
Psyche entering Cupid´s Garden (1904)
The Crystal Ball
( 1902 )
 

 
Danaides (1904)
Jason and Medea (1907)
A song of springtime ( 1913 )
 

 
und Circe (1911).
Mit dem Themenwechsel geht auch ein Wandel des Stils einher.
Mit immer lockerer werdendem Pinsel versetzt Waterhouse seine
Figuren in die mystischen Welten des Symbolismus.
 

 
Von Edward Burne-Jones, mit dem Waterhouse häufig verglichen wird,
unterscheidet es sich durch das Atmosphärische seiner Bilder.
Wie die ausgewählten Beispiele:
Circe Invidiosa (1892)
 

 
Ophelia 1 ( 1910 )
 

 
Ophelia 2 ( 1894 )
 

 
Ophelia 3 ( 1889 )
 

 
Boreas ( 1903 )
 

 
Flora (1890)
 

 
The Spring ( 1900 )
 

 
The shrine ( 1895 )
 

 
Mariana in the south ( 1897 )
 

 
Flora and the Zephyrs
( 1897 )
 

 
Im Privatbesitz befindet sich:
Mrs A. P. Henderson
( 1909 )
 

 
Lamia 2
( 1909 )
 

 
und
The Sorceress (1911)
 

 
zeigen, misst Waterhouse in dieser Phase seines Schaffens der
archäologischen Rekonstruktion des Ambientes, die ihn nie sonderlich
interessiert hatte, nun keinerlei Bedeutung mehr zu.
Seine Bilder sind hierin der mystischen Mythenwelt Moreaus vergleichbar.
Nur wenige antike Formen und Versatzstücke sind noch erkennbar.
Bemalte antike Keramik verschwindet jedoch völlig aus dem Blickfeld.
 

 
** Gather Ye Rosebuds while ye may ** -1908-
Gather ye rosebuds while ye may,
Old Time is still a-flying;
And this same flower that smiles today,
To-morrow will be dying.
The glorious lamp of heaven, the Sun,
The higher he's a-getting;
The sooner will his race be run,
And nearer he's to setting.
That age is best, which is the first,
When youth and blood are warmer;
But being spent, the worse, and worst
Times still succeed the former.
Then be not coy, but use your time,
And while ye may, go marry;
For having lost but once your prime,
You may for ever tarry.
 

 
** "I am Half-Sick of Shadows", said the Lady of Shalott **
Das Gemälde ( 1919 ) basiert auf
"The Lady of Shalott" by Alfred Lord Tennyson.
Es widmet sich den Zeilen:
There she weaves by night and day
A magic web with colours gay.
She has heard a whisper say,
A curse is on her if she stay
To look down to Camelot.
She knows not what the curse may be,
And so she weaveth steadily,
And little other care hath she,
The Lady of Shalott.
 

 
I dedicate this
garden With flowers soft and fair With
trees to calm your spirit That bow when you
come near
 When I am
feeling lonely I'll have a place to
go I'll step into your garden Where love
will surely flow
 I miss your
tender spirit The love you gave so
rare Beauty of each moment With memories
to share
 Those memories
are gone now They fade into the night No
longer can I see them They now are out of
sight

But now I give you
Gardens With love that we can
build Together in this garden Our dreams
are all fulfilled
 Meet me by the
Maple The color of deep red Tree you
always called yours I've planted in your
stead
 Now it is a
baby But soon it shall be grown Upon this
earth forever The tree you'll call your
own
 I feel you in
the breezes I hear the winds that chime I
carry on without you Your heart now beats in
mine.
 
Besuchen Sie meine Lieblingsseiten :
 
Dieses Gemälde
" My sweet rose "- The Soul of the Rose ( 1908 )
widme ich meinem Mann
Peter,
der unserem "TARALAND"
und unserem Rosengarten so viel Liebe schenkt!
 
Durch Anklicken kann man es in voller Grösse geniessen.
 



© Cathy´s webdesign with love fo taraland - diedersdorf 2004
 
| |
| | |
| | |
|