 


. . . Wer hat´s erfunden?
Vor einigen Tagen trafen sich zwei Currywurst-Experten in einer kleinen Buchhandlung in Berlin,
um über den Herkunftsort der Leibspeise unzähliger Deutscher zu diskutieren:
Der Schriftsteller Uwe Timm und sein Berufskollege Gerd Rüdiger.
Die beiden Schöngeister prallten mit ihren Ansichten so heftig aufeinander,
da nach Beobachtung der "Berliner Morgenpost"
"fast die Fleischfetzen flogen".
Dem Ketchup auf der Spur
Timm erzählt in seinem Roman "Die Entdeckung der Currywurst",
wie die Hamburgerin Lena Brücker zwei Jahre nach Kriegsende zufällig
die herzhafte Würzwurst schuf. Als sie - in der einen Hand den Curry,
in der anderen Ketchup - auf einer Treppe stolperte, geschah das Wunder.
Beide Zutaten vermengten sich zu jener Sosse, die die Currywurst erst zur
Currywurst macht. Von da an verkaufte die Romanheldin das Zufallsprodukt
auf dem Hamburger Grossneumarkt. Von dort aus begann die Brutzelspezialität
ihren Siegeszug.


Rüdiger, der in Berlin lebt, widerspricht der
Timmschen Darstellung entschieden. "Die Romanvariante ist vielleicht schöner.
Aber die Geschichte der Currywurst ist eindeutig eine Berliner Geschichte",
kontert der Autor, der die Fast-Food-Wurst für ein Phänomen hält,
"weil sie die Leute Tag und Nacht essen können".
In seinem Buch " Currywurst " heisst es:


Wenn über Berliner Spezialitäten geschwelgt wird, wird von allem möglichen geredet,
aber niemals von Currywurst. Dabei ist die Currywurst nicht nur eine, sondern
vielmehr die Berliner Spezialität. Im Unterschied zu anderen Spezialitäten
gibt es für die Currywurst kein allgemeingültiges Rezept. Jeder hat seins und
damit ein Geheimnis. Keiner lüftet es. Currywürste werden eigentlich auch nicht zu hause gemacht.
Dahin wird schon mal eine mitgenommen, aber zu einer echten Currywurst gehört eben auch die
Bude, die Budenkultur, der Budenkult. Dieses Buch erdreistet sich nicht, die besten Buden zu küren,
vergibt keine Currywurst-Sterne, nennt dafür Adressen und Namen. Überdies lüftet es
Geheimnisse und erzählt von wurstessenden und wurstverkaufenden Menschen.
Den Berlinern wird es ein wichtiges Nachschlagewerk sein, das ihre Currywurstdiskussionen noch anheizen wird,
den Besuchern ein Wegweiser, um die beste Currywurstbude in Berlin zu finden...
Ein anderer Führer durch Berlin" fängt die Ketchup-Spur in Berlin an,
und dort hört sie auch auf. Herta Heuwer machte am 9. September 1949 in ihrer
Imbissbude am Stuttgarter Platz zuerst die sagenhafte Entdeckung und dann die "erste
Currywurstbraterei der Welt" auf.
"Ich hab' das Patent - und damit basta!"
"Currywurst-Krieg: Berlinerin spricht ein Machtwort", meldete kürzlich die "B.Z.",
die auflagenstärkste Boulevardzeitung in der Bundeshauptsadt.
Die heute 83jährige Rentnerin verkündete: "Ich hab' das Patent - und damit basta!"
In der Tat liess sich die Imbissbudenbetreiberin ihr Rezept nach Rüdigers Recherchen patentieren.
Das Zeugnis wurde am 21. Januar 1959 ausgestellt. Timm, dem es in seiner Novelle weniger
um die Currywurst als um die deutsche Nachkriegszeit geht, sagt, das Werk basiere nur auf einer
"winzigen historischen Authentizität" und ansonsten auf einer Fiktion.
Allerdings will er seine erste Currywurst 1947 in Hamburg gegessen haben. Das wiederum lässt Autorenkollege
Rüdiger nicht auf sich sitzen. Dem dreht sich der Magen um, wenn er von Timms Hamburger Currywurstvariante
hört:
"Zerschnittene Kalbswürste in Currysosse gerührt". Bleibt noch zu klären, wie ernst die zwei Schriftsteller ihren kleinen Streit nehmen. Schon wird gemutmasst, beide wollten nur das Geschäft mit ihren Büchern ankurbeln. "Irgendwo lagern wohl noch Restexemplare seines Werks", schrieb der "Spiegel"
garstig über Timm. Der Münchner Romancier ist "überrascht von dem Wirbel" und schlägt vor, "das sollte man auf sich beruhen lassen. Es ist einfach nur Literatur." Rüdiger nennt den Disput "lustig und schön". Der Berliner meint, der Zwist sei "genauso ernst oder nicht ernst zu nehmen wie das Patent von Frau Heuwer".



Wer hat sie denn nun erfunden - die Currywurst ?
Die Geschichte der Currywurst ist ein komplexes und verästeltes Labyrinth wie man merkt, durch das sich nur
wenige Experten und Sachverständige einen Weg auf den sicheren Steinen der Wahrheit zu bahnen vermögen.
Am Anfang einer jeden Auseinandersetzung mit der Entstehungsgeschichte der geflügelten Königin
steht die Verwirrung: Die Currywurst kommt nicht aus Hamburg?
Wie immer, wenn den mühsam erlernten Grundwerten und moralischen Vorstellungen
der Welt etwas entgegengesetzt wird, treibt es den schwachen menschlichen Geist durch die unzähligen
Unterströmungen eines reissenden Flusses. Die Verfechter der Berliner Currywurst sind zahlreich,
vehement und prominent, aber keineswegs seriös!
Herta Heuwer soll im September 1949 in ihrem Imbiss am Stuttgarter Platz (Berlin)
durch prophetenhaftes „herumexperimentieren“ mit Wurst und Würzmittel die Currywurst entdeckt haben.



Wie wir wissen treibt jeder noch so wilde Flusslauf sein Wasser letztendlich in die ruhige Wahrheit eines Sees
oder Ozeans, und diesem ungeschriebenen Gesetz folgend wird die Geschichte der Hamburger Currywurst
auch stets an letzter Stelle erwähnt:
Lena Brücker entdeckte bereits einige Jahre vorher aus einem tiefen Gefühl des Glaubens heraus die Currywurst,
am Grossneumarkt in Hamburg!

Nicht erst seit der Pisa-Studie ist uns bewusst, dass die Kenntnisse der deutschen Jugend
zum Thema "Currywurst" erschreckend mager sind.
Dabei sind gerade bei Abiturprüfungen
und Einstellungstests Fragen aus diesem Bereich bei Prüfern sehr beliebt -
zeugt ein profunder Wissensschatz auf diesem Gebiet doch nicht nur von einer
tiefempfundenen Affinität zur abendländischen Kultur, sondern auch von einem sicheren
Gespür für Stil und Geschmack. Darum sehe ich mich in der gesellschaftlichen Verantwortung,
Aufklärung zu betreiben. Folgerichtig präsentiere ich in dieser Rubrik handverlesene
Abhandlungen, Essays und Pamphlets, welche die Problematik der Currywurst unter
historischen, philosophischen, politischen und kulinarischen Aspekten beleuchten.



Das Currypulver
Currypulver – Die Basis
Im Gegensatz zu einem weit verbreiteten Irrglauben macht eine gute Wurst noch lange keine gute Currywurst.
Das ausserordentliche Geschmackserlebnis hängt nämlich im gleichen Masse von der Wahl der
richtigen Currymischung ab.
So sagten die Chinesen schon vor über 1000 Jahren:
Beim Kauf der Wurst trennt sich der Nichtsnutz vom Gebildeten, bei der Wahl des Currypulvers
der Laie vom Eingeweihten.
Curry - was ist das überhaupt?
Bei dem meist gelben Currypulver handelt es sich um eine Gewürzmischung
aus bis zu 60 verschiedenen Einzelgewürzen. Das Mischverhältnis der höchst
unterschiedlichen Zutaten variiert ebenso stark, wie der sich daraus ergebende Geschmack.
Die gelbe Farbe stammt übrigens vom meist grosszügig verwendeten Kurkuma.
Häufig verwendete Gewürze
Kurkuma, Chili, Pfeffer, Senfkörner, Paprika, Kardamom, Bockshornkleesamen, Cayennepfeffer,
Kreuzkümmel, Zimt, Nelken, Koriander, Muskat und Muskatblüte, Ingwer, Knoblauch, Tamarinde,
Kokos, Galgant, Sternanis, Mohnsamen, Fenchel, Lorbeerblätter.
Die Geschichte des Curry
Das aus dem Englischen stammende Wort " Curry " lässt sich von dem Tamilischen kari ableiten,
welches für die Bezeichnung einer beliebigen Sauce verwandt wird.
Aller Ursprung des Currys als Würzmischung ist der Currybaum
(nicht zu verwechseln mit der europäischen Currypflanze), dessen Heimat
sich über ganz Indien erstreckt. Die Blätter des Currybaums sind in Indien ein
beliebtes Würzmittel, halten ihr Aroma allerdings lediglich wenige Tage.
Der spezielle Geschmack der Curryblätter sollte einst von der Kolonialmacht England
ins eigene Land gebracht werden und wurde zu diesem Zweck mit haltbaren Gewürzen nachgemischt.
Ergebnis war das anglo-indische Currypowder.

Was soll diese wurstlange - curryheisse Diskussion ! ?
Die " uneingeschränkte beste Currywurst " ist von
"UMMI"
und
sie wurde natürlich von Diedersdorf in die ganze Welt hinaus getragen !
Man bestelle dieses einzigartige Original - nämlich
"Ummis´s Currywurst" stets mit "Spatzen - Fritten"
mit Ketschupp "ROT" und Mayo "WEISS"!!

Deine Meinung ist mir
wichtig, darum würden ich mich über einen Kommentar von Dir in
meinem Gästebuch freuen !
 
 Mit einem Fläschchen Syrah ist es ein Hochgenuss !
Patentiert und serviert nur auf TARALAND !

© Cathy´s webdesign in love with Currywurst 2005
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